| Schutzschicht für Beton und Stahl |
|
|
There are no translations available. Einfaches System zur Klimaaufzeichnung während der BauausführungOberflächenschutzsysteme für Betonflächen dürfen laut Richtlinie ZTV-ING nur innerhalb der festgelegten Grenzwerte für Temperatur und Feuchte von Luft, Betonunterlage und Baustoff aufgebracht werden. Die Lufttemperatur und die relative Luftfeuchte sind während der Bauausführung kontinuierlich aufzuzeichnen. Vor Beginn der Bauausführung ist die Temperatur der Betonunterlage bzw. der bereits aufgebrachten Schutzschichten zu messen. Mit Hilfe dieses Klimaloggers kann auf eine einfache Art und Weise eine Klimadatenaufzeichnung über einen Zeitraum von 48 Tagen erfolgen. Damit ist der Auftragnehmer in der Lage die Messwerte im Rahmen der Eigenüberwachung zu protokollieren und sie dem Auftraggeber zur Verfügung zu stellen. Als Zusatzfunktion ermöglicht der Klimalogger eine Berechnung des Taupunktabstandes von Metalloberflächen. Damit ist das Gerät auch für den Korrosionsschutz an Stahlkonstruktionen interessant. Allgemeine Betrachtungen zum Oberflächenschutz von Betonflächen Weil Beton ein poröser Werkstoff ist, in den Gase und Flüssigkeiten eindringen können, kommt einer Beschichtung der Betonoberfläche als Barriere gegen eindringende schädliche Medien eine besondere Bedeutung zu. Dabei spielt die Widerstandsfähigkeit der Beschichtung gegen Kohlendioxid und Wasserdampf sowie die Rissüberbrückungsfähigkeit der flexiblen Beschichtung eine bedeutende Rolle. Grundsätzlich können diese Funktionen nur dann von der Beschichtung erfüllt werden, wenn die Beschichtung einen dauerhaften Verbund mit der Betonoberfläche eingeht. Dieser dauerhafte Verbund der Oberflächenschutzschicht mit dem Beton kann jedoch nur bei einer definierten Klimaumgebung gewährleistet werden. Mit Hilfe eines Klimaprotokolls während der Betonsanierung ist also eine Beurteilung der Beschichtungsqualität möglich. Allgemeine Betrachtungen zum Oberflächenschutz von Stahloberflächen Auch bei dem Korrosionsschutz von Stahloberflächen mit Hilfe einer geeigneten Farbbeschichtung ist die Qualität des Verbundes der Farbschicht mit der behandelten Oberfläche für einen dauerhaften Schutz von entscheidender Bedeutung. Ein wichtiger Punkt ist hierbei, dass die Oberflächentemperatur des zu behandelten Objektes nicht in die Nähe des Taupunktes der Umgebungsluft gelangt. Deshalb berechnet das Messgerät für diesen Anwendungsfall den Taupunktabstand zwischen Klimaumgebung und der gemessenen Temperatur der Stahloberfläche. Der Oberflächensanierer erhält somit eine Entscheidungshilfe, ob die Sanierungsmaßnahme zum gegenwärtigen Zeitpunkt durchführbar ist oder nicht. Funktionsprinzip des Klimaloggers Das Grundprinzip des Klimaloggers beruht auf der stromnetzunabhängigen Klimawertspeicherung des Umgebungsklimas und des Baustoffklimas (Probebohrung). Der Klimalogger selbst ist ein batteriebetriebenes Handgerät an dem wiederum zwei Klimafühler angeschlossenen sind. Der erste Klimafühler dient als Umgebungsluftklimafühler und ist direkt mit dem Handgerät kontaktiert. Der Zweite ist per Kabelverbindung mit dem Handgerät verbunden und misst das Ausgleichsklima im Beton. Dazu ist von dem Bauausführenden eine Probebohrung an einer geeigneten Stelle der Betonoberfläche auszuführen und der Klimafühler innerhalb dieser Bohrung zu platzieren. Damit der Klimafühler innerhalb dieser Bohrung keinen direkten Kontakt mit der Betonumgebung bekommt, wird der Fühler mit Hilfe des mitgeliefertem Abstandshalters in der Bohrung positioniert. Darüber hinaus sichert der integrierte Gummistopfen ein Verschließen der Probebohrung und sorgt damit für ein natürliches Ausgleichsklima im Beton. Nach dem Einschalten des Gerätes erfolgt eine stündliche Messwertspeicherung von bis zu maximal 48 Tagen. Zusätzlich kann der Bauausführende zu beliebigen Zeiten eine Kontrolle der momentan herrschenden Klimawerte durchführen, indem er das Gerät per Tastendruck einschaltet und die aktuellen Klimawerte auf dem LCD-Display abliest. Nach dem Abschluss der Betonsanierung können die gespeicherten Messwerte direkt vor Ort an einen Laptop übertragen werden. Als Zusatzfunktion ermöglicht das Gerät mit Hilfe eines Temperaturoberflächenfühlers die Berechnung des Taupunktabstandes von Stahloberflächen. Diese Funktion wird automatisch durch den Anschluss des Oberflächensensors aktiviert. Computergestützte Visualisierung der Klimadaten Die aufgezeichneten Klimadaten lassen sich mit Hilfe der mitgelieferten Auswertesoftware am PC-Display grafisch darstellen. Außerdem können, mit Hilfe des PC, die Messwerte per Standarddrucker normgerecht protokolliert und dem Auftraggeber zur Nachweisführung übergeben werden. Das komplette Gerät, einschließlich beider Klimafühler und Zubehör ist in einem passenden Transportkoffer untergebracht. Dipl. Ing. ( FH ) Holland - Nell |




