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Frischluft bei Bedarf Drucken
Einfache CO2 -geführte Fensterlüftung zur bedarfsgerechten und energieoptimalen Belüftung von Konferenz- und Wohnräumen
Automatisch geregeltes Lüften verbessert das Raumklima

Aufgrund mangelnder Lüftung kommt es in geschlossenen Räumen oft zu hohen Kohlendioxidkonzentrationen, die das Wohlbefinden und die menschliche Leistungsfähigkeit beeinträchtigen. Verursacht wird diese schlechte Luft durch den Menschen selbst, der permanent als Folge seines Stoffwechsels Kohlendioxid (CO2) und Feuchtigkeit über die Atmung abgibt. Außerdem ist der Frischluftbedarf abhängig von der Nutzung des Raumes, von der Anzahl der anwesenden Personen, von der Raumgröße und von der Bausubstanz
Der Kohlendioxidgehalt liefert daher einen guten Anhaltspunkt bei der Bestimmung der Frischluftmenge, die notwendig ist, um Luftverunreinigungen innerhalb eines Raumes zu beseitigen und auch die Luftfeuchtigkeit nicht so hoch werden zu lassen, dass die Gefahr von Schimmelpilzbildung entsteht.
Berücksichtigt man diese Tatsache bei der Steuerung einer nachrüstbaren Fensterlüftung, so lässt sich eine bedarfsgerechte, automatische Wohnraumlüftung realisieren. Die folgende Übersicht zeigt typische vorkommende CO2-Konzentrationen in der Umgebungsluft. Davon wurden die Grenzwertkonzentrationen abgeleitet, die in der nachfolgend beschriebenen Fensterlüftung gespeichert sind. Das Wohlbefinden wird bereits ab CO2-Konzentrationen von > 800 ppm gestört.


CO2 - Konzentrationen der Umgebungsluft

300-350
ppm
reine Außenluft
350-700
ppm
Stadtluft im Freien:; für Aufenthaltsräume empfohlen
> 800
ppm
das Wohlbefinden wird gestört
800-1400
ppm
Luft in schlecht gelüfteten Wohnungen, Grenzwert von Büroräumen
1400-3500
ppm
Maximalwerte im Klassenzimmer nach einer Unterrichtsstunde
> 3500
ppm
Maximalwerte im Kino, nach einer Vorstellung
40000
ppm
Ausatmungsluft

Funktionsprinzip der CO2 -geführten Fensterlüftung

Das Grundprinzip aller Lüftungssteuerungen beruht auf dem physikalisch richtigen Lüften des Raumes. Im Wohnbereich wird besonders Wert auf einen regelmäßigen Luftaustausch gelegt, um ein sogenanntes „Wohlfühlklima“ zu erzeugen. Der Schwerpunkt bei dem vorliegenden Komplettsystem wurde hierbei auf eine akzeptable Lösung für den Wohnbereich gelegt. Das heißt, es wurde bewusst auf eine lärmende Lüfterlösung verzichtet, sondern dafür ein motorgetriebener Fensteröffner bevorzugt. Dieser automatische Fensteröffner ist an Stelle (oder zusätzlich) des „normalen“ Fensteröffners einfach zu montieren. Auch wurde Wert auf einen bedienarmen Automatikbetrieb gelegt, der sich in Verbindung mit einem permanent messenden CO2 Sensor realisieren lässt. Bei Überschreitung eines im Gerät eingestellten oberen CO2-Grenzwertes wird der Fensteröffner aktiviert und somit über das teilweise geöffnete Fenster (Kippstellung) ein Luftaustausch der CO2 belasteten Luft bewirkt. Stellt der CO2 Sensor eine Unterschreitung des ebenfalls im Gerät eingestellten unteren CO2-Grenzwertes fest, wird das Fenster wieder automatisch geschlossen. Der CO2 Sensor selbst befindet sich in einer montagefreundlichen Installationsdose welche nicht in unmittelbarer Nähe des geöffneten Fensters montiert werden sollte. Der dritte Bestandteil der beschriebenen Komplettlösung ist das Steuergerät, welches die Spannungsversorgung aller Bestandteile übernimmt und die notwendigen Verbindungskabel integriert (Steuerung--CO2 Sensor--Fensteröffner).
Mit Hilfe dieser CO2 geführten Fensterlüftung wird eine bedarfsgerechte sowie energieoptimierte Wohnraumbelüftung garantiert und gleichzeitig das Risiko einer Schimmelpilzbildung minimiert.


Dipl. Ing. ( FH ) Holland - Nell